Grimassen

Da hier schon seit so langer Zeit Ruhe herrschte, wollte ich gestern mal wieder versuchen, ein paar nette, aktuelle Fotos von Brody zu machen. Es hätte ja sein können, dass er nicht mehr daran denkt, dass er es überhaupt nicht ausstehen kann, modeln zu müssen . Pustekuchen! Als ich die Kamera in die Hand nahm und mich auf den Boden kauerte, wusste er sofort, was Sache ist und es begann das alte Spielchen. Eine Minute zuvor tobte er noch wie wild und verrückt kreuz und quer über die Wiese und machte Faxen. Nun suchte Brody aber entweder das Weite und verkrümelte sich in den Büschen, oder er begann dort zu grasen, wo es am schattigsten war. Tja, und wenn das alles nichts nützte, schnitt Brody gaaanz hübsche Grimassen. Einfach frech, dieser Hund 😉

Ein weiteres Thema soll hier auch noch mal die Leinenführigkeit sein, an der ich mit Brody ja noch etwas zu knabbern habe. Seitdem ich recht konsequent bin, sobald er anfängt, an der Leine zu zerren, hat es sich jetzt wesentlich gebessert. Wenn Brody merkt, dass es für ihn nicht weiter bzw. plötzlich in eine andere Richtung geht, kommt er bereitwillig an meine Seite zurück und schaut sich auch des Öfteren um, um den Abstand zu mir zu checken. Es ist jetzt endlich möglich, auch längere Spaziergänge an der Leine mit ihm zu machen, ohne hinterher Schmerzen in den Armen und Schultern zu haben 🙂  Wirklich perfekt ist das Ganze noch nicht, aber wenn ich so ein bis zwei Monate zurückdenke, bin ich mit dem jetzigen Stand ganz zufrieden.
Ansonsten ist Brody fit, frech, gesund und lieb wie immer. Besser könnte es gar nicht sein 🙂

Teamfähig

Gestern standen in der Hundeschule vor allem verschiedene „Fuß-Übungen“, mit und ohne Kommando, auf dem Stundenplan. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten schaffte ich es diesmal, Brodys Aufmerksamkeit vollständig auf mich zu lenken, so dass wir als Team funktionierten. Brody war sehr weit davon entfernt, an der Leine zu ziehen und sogar die anderen Hunde waren im Vorbeigehen uninteressant. Auch bei den anderen Übungen war Brody deutlich ruhiger als sonst, was sicherlich auch daran lag, dass ich selber wieder entspannter war. Brody und ich bekamen am Ende sogar ein ganz, ganz dickes Lob vom Trainer, das er heute auch noch mal wiederholte. Selbst die anderen Kursteilnehmerinnen waren… na sagen wir mal „ein kleines bisschen beeindruckt“.

Die heutige Einzelstunde in der HuSchu bestand aus viel Theorie mit Aha-Effekt und einigen kleinen Übungen. Es würde den Rahmen sprengen, hier alles haarklein zu erörtert. In Zukunft werden wir aber beim Spielen und Trainieren einige Dinge anders bzw. besser machen. Die Einzelstunde hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt.

Evtl. folgt demnächst auch noch der Wechsel auf ein Futter mit geringerem Proteingehalt. Getreidefrei wird es dann aber trotzdem bleiben.

HuSchu Part 3

Für die Hundeschule hat sich Brody heute ohne mein Wissen bestens vorbereitet. Ein ganzes Paket Ohrenstöpsel muss er sich heimlich in seine Schlappohren gesteckt haben!
In ca. 90% des Unterrichts war ich nämlich Luft für ihn. Mehr oder weniger. Alles fand er interessant, die anderen Hunde, den Rasen und die Leckerlies, welche auf dem Boden lagen, einfach alles. Nur mich nicht.

Brody ist ja als Staubsauger bekannt, der versucht alles Essbare von der Straße aufzulesen, aber bei unseren normalen Spaziergängen hat sich mein vorausschauendes „Nein“ bisher eigentlich als recht zuverlässig erwiesen. In der HuSchu benahm er sich heute aber, als wenn er sechs Monate lang hungern musste. Egal was ich tat oder sagte, Brody versuchte sich mit Gewalt auf das Schälchen mit den Lecklies zu stürzen, welches vor ihm stand bzw. an dem wir ganz einfach vorbeigehen wollten. Auch in den anderen Disziplinen gestaltete sich unsere Kommunikation äußerst schwierig. Ich fand Brody heute jedenfalls extrem. So sehr ignorierte er mich während unserer gesamten Lebensgemeinschaft noch nicht 🙁

Positiv anzumerken ist immerhin Brodys Laustärke. Aus seinem sonst üblichen Pöbeln bei Spielverbot in Anwesenheit anderer Hunde ist schon ein leises Quietschen geworden – oder sogar mal absolute Stille. Es musste also keine Trainingsteilnehmerin mit einem Hörsturz nach Hause gehen 🙂

Am nächsten Samstag geht’s in die nächste Runde und einen Tag später machen wir noch eine Einzelstunde. Ich werde berichten…

Stille Treppe

Heute war Tag Nr. 2 in der neuen Hundeschule für Brody und mich.
Mit dem Ablauf des Unterrichts mochte Brody sich noch nicht so richtig anfreunden, aber er war schon wesentlich(!) weniger geräuschintensiv, als vergangenen Samstag.
Ankommen – aus dem Auto direkt auf den Platz – Training – zurück ins Auto – fertig. Ohne irgendwelche Spielereien oder Toberunden mit den anderen Hunden, was er ja sonst gewöhnt war.
Punkt 1 für uns war heute, Brody beizubringen, in Gegenwart der 8 anderen Hunde zu entspannen und ruhig zu sein. Bei jedem Ton, den er von sich gab, musste er auf die „Stille Treppe“, d.h. er durfte die Runde sofort mit mir verlassen. War er ruhig, ging es wieder auf unseren Platz. Gepöbelt hat er heute eigentlich gar nicht mehr, nur ganz kurz an Anfang, danach hat er „nur“ noch gefiept. Nach einer halben Stunde war er dann auch ganz ruhig.
Danach machten wir Schleppleinentraining. Da hat Brody wirklich sehr schnell begriffen, worum es geht. 2-3 Mal versuchte er, zu den anderen Hunden zu flitzen, blieb dann aber schön in meiner Nähe.
Der Trainer war heute wohl ganz zufrieden mit uns. Sagte er jedenfalls. Nächste Woche fällt die Schule leider für uns aus. Unsere Hausaufgabe für die kommenden 2 Wochen: täglich mind. 1 Std. Schleppleinentraining. Na dann…, los geht’s 🙂

Hundeschule

Seit dem vergangenen Samstag geht Brody wieder zur Schule. Zwar nur einmal wöchentlich, aber immerhin. Jetzt ist nämlich Schluss mit Lustig. Es soll nun endlich ein Ende haben, dass Brody regelmäßig vergisst, dass am anderen Ende der Leine auch noch jemand ist und dass ein Spaziergang kein Kräftemessen zwischen Hund und Herrchen sein soll.Ganz nebenbei darf Brody auch noch lernen, manchmal etwas ruhiger und entspannter zu sein. Ich finde es zwar sehr schön, dass er so ein Powerdog ist, aber hinsichtlich der BHP, die wir dieses Jahr auch noch absolvieren wollen, ist es dann doch etwas hinderlich.Brody fand es übrigens ziemlich bescheiden, dass er weder vor, noch nach dem Training mit den anderen Hunden rumtoben durfte. Ich fand es toll.

Update der vergangenen Wochen

In den letzten Wochen hat sich viel bei uns getan. Brody ist, soweit es seine Größe angeht, kaum noch von erwachsenen Labis zu unterscheiden und er ist mit Volldampf in seine erste, pubertäre Rüpelphase gestartet. Manchmal macht es ihm sichtlich Spaß, zu versuchen, seinen Willen und seinen Dickkopf entgegen aller erlernten Regeln durchzusetzen. Aber da ja zum Glück ein ganz weicher, lieber Kern in ihm steckt, war es noch immer ein Leichtes, Brody davon zu überzeugen, dass ich hier die Hosen anhabe und dass dies auch so bleiben wird.

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Über Brody’s Wahl seiner Schlafplätze müssen wir allerdings noch mal ein Wörtchen reden:

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Besonders interessant und lehrreich war das Junghundseminar mit Carsten Schröder. Obwohl Brody an dem Tag irgendwie auf Krawall gebürstet war, konzentrierte er sich trotzdem bei den Aufgaben und Übungen und arbeitete toll mit. Die Dummyarbeit ist bei ihm auf jeden Fall ausbaufähig.

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Heute versuchte sich Brody mal als Hausbesetzer:

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Beim Forumstreffen geriet Brody heute mit seinem Bruder Figo aneinander. Figo gewann bereits in der 1. Runde durch einen technischen K.O.! Brody hat ein gelochtes Ohr und einen Cut am Augenlid davongetragen. Eigentlich sind es recht harmlose, kleine Verletzungen, nur auf’s Auge müssen wir jetzt sehr achten, da es doch recht angeschwollen ist.

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Brody scheint das alles aber überhaupt nicht zu stören. Er ist zum Glück quietschfidel wie immer.

14 Wochen alt

Brody hat ein spannendes und aktives Wochenende hinter sich. Am Freitag ging es zunächst mal wieder zu Schimmelchen, vor dem Brody fast keinen Respekt und keine Angst hat. Frech wie er ist, stürmt Brody immer fröhlich zu Schimmelchen und würde anscheinend zu gerne mit ihm Toben. Das ist Schimmelchen aber viiiiel zu hektisch und er legt dann die Ohren an. Dummerweise versteht Brody diese Warnung nicht und muss daher zurückgepfiffen werden. Wenn so ein Huf auf Brody’s Pfote landen würde, hätte er nämlich Plattfüße und das wollen wir natürlich nicht. Also musste sich Brody eine andere Beschäftigung suchen und die bestand darin, über die Putzkiste herzufallen, sie zu plündern und die Sachen unter einer Bank in Sicherheit zu bringen.
Samstag machten wir Drei dann einen Ausflug an den Grunewaldsee. Das Element Wasser war Brody noch immer ziemlich suspekt, so dass es nur zu ein wenig Wassertreten und nass aus der Wäsche gucken reichte. Mit anderen Hunden vergnügte er sich natürlich auch.
Am Sonntag folgte noch ein Welpentreffen mit etwas Theorie und Sport. Nebenbei machte Brody auch endlich sein Seepferdchen 🙂
Die 3 Tage haben Brody ganz schön geschlaucht, so dass er auch heute noch fast den ganzen Tag schläft. Nur zum Futtern und Gassigehen steht er freiwillig auf.