Einzug vor 2 Jahren

Heute vor 2 Jahren zog dieser kleine, lustige Knirps bei mir ein. Ich erinnere mich noch genau an die Wochen voller Vorfreude auf ihn, an die Welpenbesuche und vor allem an den Tag, an dem Nina mir ihren Chief Brody schließlich anvertraute. Seitdem brachte Brody so unglaublich viel Glück und Freude in mein Leben, dass ich es mir ohne ihn nicht mehr vorstellen kann. Er ist wirklich der wundervollste, liebste und treueste Hund der Welt, bringt einen täglich zum Lachen und hat auch seinen Schalk im Nacken zum Glück nicht verloren. Ich freue mich auf noch viele, viele gemeinsame Jahre mit ihm ♥

Tag 5

Brody hatte heute irgendwie seinen Tag der Neuentdeckungen. Er hat angefangen, die Stöckchen, mit denen wir draußen gespielt haben, länger mit sich herum zu tragen und zweimal hat er sie sogar bis nach Hause „geschleppt“. Na ja, sie waren kaum größer als Zahnstocher, aber Brody war mächtig stolz. Selbst als ich ihn über die Straße getragen habe, ließ er seine „Beute“ nicht los.

Zu Hause hat er am Nachmittag plötzlich angefangen, mir seine sämtlichen Spielzeuge zu bringen und nachdem er dafür immer ganz furchtbar gelobt wurde, hat er sie immer wieder apportiert. Das hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er sich gar nicht mehr eingekriegt hat. Ich hab keine Ahnung, wie er aus heiterem Himmel darauf gekommen ist, aber es war total lustig mit ihm.

Im Park begegnete uns heute eine Seniorin mit einem Rollator. Als der Rollator laut knirschend auf dem Sand-/Kiesweg direkt auf ihn zu kam, setzte er sich erst abwartend hin. Als er immer näher kam, wanderte er dann doch noch mit eingeschaltetem Heckpropeller lustig auf das Teil zu, um es gründlich zu inspizieren. Er hat wohl erkannt, dass ihn der Rollator nicht auffressen wird, ließ ihn links liegen und kümmerte sich dann doch noch um den Malteser-Mix der Dame, um herzallerliebst mit ihm zu spielen. Natürlich vergaß Brody auch nicht, noch um die Beine der alten Dame herum zu scharwenzeln, ganz ohne sie anzuknabbern(!) und brachte die Augen der Frau zum strahlen. Wie so ein knopfäugiger Welpe die Leute doch immer wieder mit einfachsten Mitteln verzaubern kann…

Und dann probten wir heute erstmalig die Aktion „Brody allein zu Haus„. Ich verließ die Wohnung vor seinen Augen und wollte eigentlich erstmal 5 Minuten vor der Tür warten. Obwohl er nach wie vor den ganzen Tag wie eine Klette an mir hängt, gab es keinen Protest und in der Wohnung blieb es völlig ruhig. Ich kam mir zwar vor wie Hein Blöd, als ich da so im Treppenhaus saß und hatte Angst, dass irgendwelche Nachbarn vorbei kommen, aber trotzdem wurden aus den geplanten 5 Minuten eine 1/4 Stunde. Dann musste ich wieder rein, weil es mir in der Wohnung schon zu ruhig war. Chief Brody hatte es sich aber in seinem Bettchen gemütlich gemacht und sah mich mit einem Schlafzimmerblick an, als ich ihn dort fand. Das Ganze haben wir nachmittags noch einmal geübt. Diesmal lag Brody bei meiner Rückkehr leider nicht in seinem Bettchen, sondern auf meiner Bettdecke…! Aber egal, er war lieb und hat nichts kaputt gemacht.

Beim Futtern beweist Brody noch immer jedes mal, dass ein High-End-Industriestaubsauger in ihm steckt. Und als es heute auch mal Banane gab, erhöhte er die Saugleistung sogar noch um ein vielfaches. Ob er jemals merken wird, dass ihm niemand mehr sein Futter streitig macht…?

Tag 4

Morgens halb neun in Deutschland: die absolute Katastrophe tritt ein!!! Während Frauchen sich im Bad aufhielt und Herrchen noch ein bisschen Schlaf nachholte, fand Brody heute heraus, dass unser Bett nicht sonderlich hoch und daher auch bei seiner Körpergröße ohne Strickleiter recht einfach zu erklimmen ist. Er wird sich vielleicht gedacht haben „gleiches Recht für alle“. Also machte er es sich auf der freien Bettseite gemütlich und verfiel in süßen Träume. Dabei integrierte er sich farblich so gut in die Bettwäsche, dass Frauchen erst voller Panik die ganze Wohnung nach ihm absuchte, bevor sie ihn schließlich mehr durch Zufall im Bett vorfand. Er lag so süß da, dass wir aber eigentlich gar nicht böse auf ihn sein konnten:

Beim anschließenden ersten Welpentreffen lernte Brody, dass ihn anscheinend eine überirdische Kraft zwicken kann, wenn Herrchen „Nein“ sagt. Ich glaub‘, dass das nicht zu seinen Lieblingsübungen gehören wird 😉

Zum krönenden Abschluss fuhren wir heute auch noch zum Pferdehof, damit Brody mal vorsichtig ein weiteres Familienmitglied kennenlernt. Wegen der vorherigen Sportübungen mit seinen Gechwistern war er aber so platt, dass er nach seinem Mittagessen stundenlang auf seiner Decke im Schatten schlief. Dadurch verpasste er es, wie „Schimmelchen“ nur einen halben Meter neben ihm friedlich graste. Damit sich die beiden aber wenigstens doch noch richtig beschnuppern konnten, stellte ich mich mal wieder als Brody’s Fahrstuhl zur Verfügung und beförderte ihn in die 30. Etage. Als sich die beiden direkt in die Augen sehen und ihre Nasen zueinander führen konnten, war bei ihnen zwar keine Liebe auf den ersten Blick zu erkennen, aber auch keine große Angst oder Scheu. Ich denke, dass sich die beiden mit der Zeit ganz gut aneinander gewöhnen werden.

Tag 3

Am 3. Tag hat man Brody angemerkt, dass er sich mehr und mehr an die neue Umgebung gewöhnt. Die Wohnung hat er sowieso als sein neues zu Hause angenommen und er hat entdeckt, dass man wunderbar vom Wohnzimmer über Flur und Küche zurück ins Wohnzimmer im Kreis rennen kann (und das ganze mehrmals…), wenn er mal wieder einen wilden Flitz im Kopf hat. Oder er rennt Achten rund um Couchtisch und Sessel, nimmt zwischendurch ein Plüschtier mit auf seine Reise und schaut uns an, als wenn wir mitlaufen sollten. Das würden wir ja gerne tun, aber in solchen Momenten ist er doch schon wesentlich schneller als wir.
Mittags ging es dann mit ihm zum Einkaufen und er konnte mit mir das wilde Treiben vor zwei Supermärkten beobachten, während Frauchen shoppen war. Das laute Geschepper der Einkaufswagen, die Automatiktüren und die hektisch rein und raus laufenden Menschen fand er ziemlich spannend und wollte am liebsten mitten rein ins Getümmel. Es war aber besser, in mind. 2m Abstand zu bleiben, denn es waren zu viele Leute mit Scheuklappen dabei, die in ihrer Einkaufswut wohl über Brody gestolpert wären.Vor einem der Geschäft forderte Brody einen riiisigen Boxer mutig mit lautem Bellen zum Kräftemessen heraus. Brody wusste bestimmt, dass er verlieren würde, aber wenn das Gegenüber angebunden ist, kann man ja mal ein bisschen angeben. Überhaupt – je größer die anderen Hunde sind, desto mutiger geht Brody auf sie zu. Um kläffende Wadenbeißer macht er meist erstmal einen Bogen. Na ja, richtig so…
Danach ging es wieder in den großen Park, wo Brody im Gegensatz zum Vortag richtige Kondition bewies. Er musste sich immer wieder von Fremden streicheln lassen und ständig anhören: „Oooh ist der süüüß! Das ist doch bestimmt noch ein Baby“. Ein paar mal erwiderte er dieses natürlich mit seinen berüchtigten Bissen in die Zehen.Ansonsten verzückte er noch einige Kinder, spielte mit anderen Hunden und war am Ende so zufrieden und müde, dass er zu Hause erstmal 3 1/2 Stunden schlief und träumte. Fotos gibt es von dem Tag leider nicht. Ich hatte es völlig verseppelt, dass wir die Kamera überhaupt eingesteckt hatten.

Tag 2

Nun ist der 2. Tag auch schon fast vorüber. Vorher war natürlich die erste Nacht…
Brody hat wunderbar geschlafen und ich habe mir den Wecker gestellt, um ihn zu unmenschlicher Zeit kurz auf die Wiese zu setzen. Idee und praktische Umsetzung harmonisierten nicht ganz so, wie vorgenommen. Als ich die Augen öffnete, hatte Brody unter Benutzung des Flurteppichs bereits bewiesen, dass seine Verdauung wieder völlig in Ordnung ist – in jeglicher Hinsicht. Das Schwergewicht habe ich im Halbschlaf zwar trotzdem noch in die Dunkelheit getragen, aber das interessierte ihn nicht mehr sonderlich. Er war ja schon völlig entspannt und wollte eigentlich lieber weiter schlafen. Brody hat die Nacht jedenfalls gut überstanden und war morgens erholt – im Gegensatz zu uns beiden.
Die vielen neuen Eindrücke verarbeitet Brody eigentlich sehr gut und ist interessiert. An fremde Hunde tastet er sich zwar erstmal vorsichtig heran, bevor er Freundschaft schließt, aber auf fremde Menschen stürmt er sofort freudig los. Sowohl draußen, als auch in der Wohnung sucht er ständig unsere Nähe und ist wirklich unglaublich lieb. Statt seine typischen Knabberattacken an Kinn und Nase zu starten, kitzelt er mich plötzlich lieber mit seiner Zungenspitze am Trommelfell. Das kitzelt gaaanz furchtbar…
Und dann haben wir noch den ersten kleinen Familienausflug in den Park gemacht. Es wurde getobt, gespielt, geschlafen und in der Sonne gelegen. Das kleine Abenteuer im Grünen hat Brody sichtlich genossen.

Tag 1 – Brodys Einzug

Brody ist am 21. Mai 2009 gut bei uns, seiner neuen Familie und in seinem neuen zu Hause angekommen.
Um es kurz zu fassen (denn irgendwie hab‘ ich heute vor lauter Action gar keine Zeit zum Schreiben): ALLES IST GUT !!!
Brody fühlt sich offensichtlich sehr wohl bei uns, er ist super gut gelaunt, total verspielt, kuschelig, lieb, lustig, er trinkt reichlich und das Essen schmeckt ihm.
Auf den berühmten Pfiff schießt ein schwarzer, geölter Blitz durch die Wohnung und überschlägt sich vor Freunde. Dann fällt Brody wie wild über seine Mahlzeit her, als wenn er Angst hätte, dass ihm das jemand klauen könnte.
Nach einigen Spielchen kommt er sogar schon mit Speedy Gonzales‘ Geschwindigkeit auf uns zu, wenn wir seinen Namen rufen.
Sein neues Bettchen hat er gut angenommen und er schläft tief und fest (und schnarcht dabei!!!).
Zwei neue, kurze Hundebegegnungen fand er auch sehr nett.
In der Grünanlage kommen anscheinend die Erinnerungen in ihm hoch. Da wird des öfteren ein bisschen gequietscht und sich suchend umgesehen. Ich denke, dass das Heimweh sein könnte.
Infos zum Muschelsucher A-Wurf gibt es übrigens unter diesem -Link-.