Badetag

Heute haben wir das anfangs noch gute Wetter genutzt und Brody ans „große Wasser“ geführt. Na ja, es war zwar nur ein etwas größerer Baggersee, aber immerhin. Zu Beginn konnte Brody es gar nicht abwarten, seine Nase ins kühle Nass zu stecken. Noch bevor wir einen Platz gefunden haben, an dem wir es uns gemütlich machen wollten, zog der kleine Chief an der Leine und prüfte zunächst die Wasserqualität.
Als er danach vorsichtig ein paar kleine Stöckchen aus dem Wasser holte, schien ihm die ganze Sache doch noch nicht so ganz geheuer zu sein. Er war froh, wenn er immer wieder schnell das rettende Ufer erreicht und festen Boden unter den Pfoten hatte. Seine Liebe für’s kühle Nass hat er heute also noch nicht so richtig entdeckt.
Im Brody noch etwas zum Plantschen zu motivieren, bin ich dann auch noch ins Wasser gegangen. Er holte sich zwar noch einige Stöckchen und Leckerlies ab, war aber immer darauf bedacht, dass sein Bäuchlein nicht ins Wasser eintaucht. Dabei stackste er durchs Wasser, wie ein Storch durch den Salat. Das sah sooo lustig aus. Ausgerechnet in dem Moment haben natürlich die Kamera-Akkus ihren Geist aufgegeben… Hmpf!
Als wir den Heimweg antraten, hatten wir an dem See eine Begegnung der dritten Art, die uns alle wohl gleichermaßen schockierte.
Dieses Wesen könnte man so beschreiben: grundsätzlich sah dieses „Etwas“ wie eine kleine, schneeweiße Pudelhündin aus. Frisch vom Hundefrisör, mit Schleifchen auf dem Kopf und frisierten Puscheln an den Pfoten und der Rute. Diese fünf Puschel sowie die unteren Spitzen der Ohren waren in einem grellen Pink gefärbt!!! Das war aber noch nicht alles… die Krallen dieser armen Hündin waren auch noch lackiert, in einem dunklen rot!!! Wir standen mit aufgerissenen Augen und offenen Mündern da und konnten es nicht fassen.
Dieses kleine Alien raste dann in Lichtgeschwindigkeit immer wieder um Brody herum und wollte anscheinend fangen spielen. Aber auch Brody sah dem kunterbunten Blitz nur hinterher. Es sah so aus, als wenn Brody sich nicht sicher war, ob es sich da wirklich um einen Hund oder doch eher um ein Spielzeug mit Super-Power-Batterien handelte. Hoffentlich hat er heute Nacht keine Alpträume…

Gemischtes Welpentreffen

Heute fand ein gemeinsames Welpentreffen der Muschelsucher Labrador Retriever und Sprockets Golden Retriever statt. Neben zwei Unterrichtseinheiten wurde viel gespielt, gerauft und ein wenig geplantscht. Bei manchen Fotos könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, als wenn die Muschelsucher-Bande die Sprockets als Sparringpartner benutzt hätten 😉

Das Treffen hat wieder viel Spaß gemacht und Brody war danach so erschöpft, dass er stundenlang tief und fest geschlafen hat.

Tag 4

Morgens halb neun in Deutschland: die absolute Katastrophe tritt ein!!! Während Frauchen sich im Bad aufhielt und Herrchen noch ein bisschen Schlaf nachholte, fand Brody heute heraus, dass unser Bett nicht sonderlich hoch und daher auch bei seiner Körpergröße ohne Strickleiter recht einfach zu erklimmen ist. Er wird sich vielleicht gedacht haben „gleiches Recht für alle“. Also machte er es sich auf der freien Bettseite gemütlich und verfiel in süßen Träume. Dabei integrierte er sich farblich so gut in die Bettwäsche, dass Frauchen erst voller Panik die ganze Wohnung nach ihm absuchte, bevor sie ihn schließlich mehr durch Zufall im Bett vorfand. Er lag so süß da, dass wir aber eigentlich gar nicht böse auf ihn sein konnten:

Beim anschließenden ersten Welpentreffen lernte Brody, dass ihn anscheinend eine überirdische Kraft zwicken kann, wenn Herrchen „Nein“ sagt. Ich glaub‘, dass das nicht zu seinen Lieblingsübungen gehören wird 😉

Zum krönenden Abschluss fuhren wir heute auch noch zum Pferdehof, damit Brody mal vorsichtig ein weiteres Familienmitglied kennenlernt. Wegen der vorherigen Sportübungen mit seinen Gechwistern war er aber so platt, dass er nach seinem Mittagessen stundenlang auf seiner Decke im Schatten schlief. Dadurch verpasste er es, wie „Schimmelchen“ nur einen halben Meter neben ihm friedlich graste. Damit sich die beiden aber wenigstens doch noch richtig beschnuppern konnten, stellte ich mich mal wieder als Brody’s Fahrstuhl zur Verfügung und beförderte ihn in die 30. Etage. Als sich die beiden direkt in die Augen sehen und ihre Nasen zueinander führen konnten, war bei ihnen zwar keine Liebe auf den ersten Blick zu erkennen, aber auch keine große Angst oder Scheu. Ich denke, dass sich die beiden mit der Zeit ganz gut aneinander gewöhnen werden.