Tag 4

Morgens halb neun in Deutschland: die absolute Katastrophe tritt ein!!! Während Frauchen sich im Bad aufhielt und Herrchen noch ein bisschen Schlaf nachholte, fand Brody heute heraus, dass unser Bett nicht sonderlich hoch und daher auch bei seiner Körpergröße ohne Strickleiter recht einfach zu erklimmen ist. Er wird sich vielleicht gedacht haben „gleiches Recht für alle“. Also machte er es sich auf der freien Bettseite gemütlich und verfiel in süßen Träume. Dabei integrierte er sich farblich so gut in die Bettwäsche, dass Frauchen erst voller Panik die ganze Wohnung nach ihm absuchte, bevor sie ihn schließlich mehr durch Zufall im Bett vorfand. Er lag so süß da, dass wir aber eigentlich gar nicht böse auf ihn sein konnten:

Beim anschließenden ersten Welpentreffen lernte Brody, dass ihn anscheinend eine überirdische Kraft zwicken kann, wenn Herrchen „Nein“ sagt. Ich glaub‘, dass das nicht zu seinen Lieblingsübungen gehören wird 😉

Zum krönenden Abschluss fuhren wir heute auch noch zum Pferdehof, damit Brody mal vorsichtig ein weiteres Familienmitglied kennenlernt. Wegen der vorherigen Sportübungen mit seinen Gechwistern war er aber so platt, dass er nach seinem Mittagessen stundenlang auf seiner Decke im Schatten schlief. Dadurch verpasste er es, wie „Schimmelchen“ nur einen halben Meter neben ihm friedlich graste. Damit sich die beiden aber wenigstens doch noch richtig beschnuppern konnten, stellte ich mich mal wieder als Brody’s Fahrstuhl zur Verfügung und beförderte ihn in die 30. Etage. Als sich die beiden direkt in die Augen sehen und ihre Nasen zueinander führen konnten, war bei ihnen zwar keine Liebe auf den ersten Blick zu erkennen, aber auch keine große Angst oder Scheu. Ich denke, dass sich die beiden mit der Zeit ganz gut aneinander gewöhnen werden.